

Das Design der Tasche entstand in einem mehrteiligen Kreativprozess. Zuerst standen vor allem die Wahl des richtigen flächendeckenden Musters, sowie die für uns stimmige Farbkomposition im Vordergrund. Die Wahl der „Boxen“ verschafft einen dreidimensionalen Eindruck und verleiht dem Design einen haptischen Mehrwert. Die gewählten hellen Pastellfarben ergaben sich aus der Überlegung heraus, dass die Tasche ein leuchtender Blickfang im vielleicht „grauen“ Herbstalltag wird. In diesem Prozess entstand auch das Bedeutungskonzept „hinter/zum“ Design. Über Film zu sprechen/schreiben/denken scheint mitunter an Denkmustern gebunden zu sein. Dies reicht von der Einteilung in Genres, Erzählweisen, Darstellungsformen bis hin zu Schulen oder Wirkungsmustern. Bei Veranstaltungen wie einem Filmfestival scheint diesen „Vorgaben“ besondere Aufmerksamkeit geschenkt zu werden. Die unterschiedlich gefärbten Kisten stehen als ein Verweis auf jene bestehenden Rahmenbedingungen, füllen sie jedoch nicht aus. Die „Boxen“ bleiben leer und versinnbildlichen damit die Möglichkeit der „Nicht-Kategorisierung“, oder der Neu und -umordnung. Ein Versuch um an „unvoreingenommene“ Wahrnehmung zu appellieren und den Genuss innerhalb der Film- und/oder Kinorezeption in den Vordergrund zur rücken. Die weitere Interpretation - gegeben durch die Farbwahl und einer zusätzlichen körnigen Struktur („Retro-Look“) – lässt einen Verweis auf das Gartenbaukino, den Veranstaltungsort der Viennale, zu.